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Das Deutsch-Polnisch Familientreffen in Schlemmin Drukuj E-mail
Napisał Barbara de Thun   
piątek, 28 grudzień 2007
Ein Treffen nach über 300 Jahren!
Das Familientreffen in Schlemmin Juli 2006

Nach 300 Jahren haben die Mitglieder unserer Familie endlich im Juli 2006 getroffen.
Das heißt unsere Cousine Gabriele Birmili und wir zwei Schwestern aus Polen Barbara und Małgorzata Thun.
Gabriele hat mich übers Internet gefunden und wir haben uns entschieden, dass wir uns so schnell wie möglich treffen werden.
So sind wir nach Schlemmin gefahren.
Samstag Vormittag haben wir uns mit Gabi aus der Familie zu Stolberg Wernigerode vor dem Schloss Schlemmin getroffen.
Das Hotel im Schloss war wie üblich am Wochenende komplett voll von Leuten und man konnte sogar keinen Kaffee im Restaurant trinken. Aus diesem Grund hat Gabriele, was eigentlich nicht üblich bei ihr ist, dem Direktor des Schlosses gesagt wer sind wir. Der junge Mann war unheimlich nett und hat uns sofort in die Rezeption eingeladen und Kaffee angeboten, damit wir uns bequem unterhalten können. So hat er viel über die Geschichte des Schlosses, auch über die Fehler auf der Infotafel, von uns erfahren. Er hat uns versprochen, dass der heutige Besitzer darüber informiert und gebeten wird, die falschen Angaben zu korrigieren.
Der Hoteldirektor hat uns dann durch das Schloss geführt und dabei alle Kleinigkeiten gezeigt. Daher wissen wir jetzt genau was aus dem originellen Haus geblieben ist und welche Elemente neu gebaut worden sind. Vor allem sind fast alle Fußböden originell geblieben, nur die schmale Strecken unter den Fenstern wegen der Feuchtigkeit neu gemacht werden mussten. Sehr interessant, auch für den Direktor war der Boden in einem Saal, schön verziert mit Musikinstrumentenreliefe aus dem 19. Jahrhundert. Diese dekorativen Elemente sind erst neulich entdeckt worden.
Gabriele, inzwischen von uns Gabrysia genannt, hat uns viel über die Familiengeschichte erzählt und mit uns in die ehemaligen Erbenhäuser gefahren. Wir haben unter anderem das Grab ihres Großvaters Günther gesehen, gelegen im Wald, der damals der Teil des Herrenhäuserpark war. Was uns am meisten erstaunt hat war die Tatsache, dass im demselben Grab ein russischer Soldat begraben worden ist. Das geschah im Jahre 1945 nachdem die Rote Armee nach Vorpommern gekommen war und das ganze Gebiet geplündert hatte. Vor ein paar Jahren ließ die Tante Sybille, die Schwester von Gabi’s Mutter, den Grab erneuern und einen neuen Grabstein setzen, auf welchem diese zwei, theoretisch feindlichen Männer erwähnt sind.

Am Nachmittag waren wir zum Pastor i.R. Michael Reimer eingeladen, der immer was Interessantes über die Familie oder über die  Gegend zu erzählen hat. Die Frau des Pastors hat uns die Pizza angeboten und so haben wir einen langen Abend in einer sehr guten Gesellschaft verbracht.

Am nächsten Tag sind wir alle drei in die Tribohmer Kirche zum Gottesdienst gegangen, um dort zu beten und den Pastor Hirte wieder zu sehen. Nach dem Gottesdienst haben wir diesen Teil von Pommern verlassen und wir sind nach Ostpommern zurückgefahren. 
                                                                                            
Das Treffen war erfolgreich; wir bleiben im Kontakt und werden uns in Polen wieder sehen.
                                                                                             
Vor dem Schloß


Die Musikinstrumentornamente im Schloß


Die Reise durch die ehemalige Güter: der Park in Semlow- Małgosia und Gabriele  (v. links)

Ostatnia aktualizacja ( sobota, 05 styczeń 2008 )
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